Die letzte Tagesetappe

Die letzte Tagesetappe

Die Schreiners sind wieder gut zuhause angekommen. 896 Kilometer und 7353 Höhenmeter haben sie bei Ihrer Benefiz-Pilgerradtour zurückgelegt.

Die letzte Tagesetappe und der Rückflug nach Deutschland stehen auf dem Tagesplan.

Da laut Navi von der letzten Unterkunft in Azambuja noch 50 km bis zum Flughafen Lissabon zurückzulegen sind, starten wir „früh“ (früh nach Ortszeit: 8.00 Uhr in Portugal; in Deutschland ist es schon 9.00 Uhr). Aber davor muss ein gutes Frühstück sein und das ist es.

Die Eigentümerin des Anwesens ist um unser Wohlergehen sehr bemüht und verwöhnt uns mit einem reichlich gedeckten Frühstückstisch. Nach dem herzlichen Abschied stellt sich schnell die Notwendigkeit der guten Stärkung heraus: erst einmal 1 km steil bergan – wir müssen absteigen und schieben. Dann ist aber erst mal Schluss mit kräftezehrenden Steigungen. Die Höhenprofile der vor uns liegenden Landstraßen sind für unsere zwischenzeitlich an Anstiege gewöhnte Muskulatur gut zu bewältigen. Dafür müssen wir unseren Focus auf 3 andere wichtige Dinge richten:

-          Wir müssen auf dem schnellsten Weg zum Flughafen, um rechtzeitig einchecken zu können. Das bedeutet: ständig die Streckenvorschläge des Navi überprüfen, um Umwege zu vermeiden.

-          Wir müssen uns sehr auf die Straßenbeläge konzentrieren, die an diesem Tag außerordentlich schlecht sind: teilweise bis zu 40 cm tiefe Löcher im Asphalt.

-          Und dazu höchste Konzentration auf die anderen Verkehrsteilnehmer: Autos, Motorräder, LKWs, die im Sekundentakt vorbeirasen. Zwar gibt es auch in Portugal Geschwindigkeitsbeschränkungen, aber nach unserem Eindruck sind das allenfalls Empfehlungen.  

Schließlich erreichen wir heil die Außenbezirke der Stadt Lissabon und erkämpfen uns ein letztes Mal einige Höhenmeter, da der Flughafen oben liegt.

Jetzt „nur“ noch die Räder packtaschengerecht zerlegen und als Sondergepäck aufgeben, die richtigen Sicherheitsschleusen erfragen, finden und passieren und ab zum richtigen Gate.

Jetzt ist Zeit, zurückzublicken und die wunderbaren Erlebnisse nachwirken zu lassen. Und auch dankbar und glücklich zu sein

- über eine beeindruckende spirituelle Zeit, in die wir uns einsinken lassen durften
  und auch versuchen durften, die Geheimnisse der beiden Pilgerstätten Avila und Fatima zu verstehen

- gleichermaßen auch über die Gesundheit, die uns diese Leistungen ermöglicht hat: 896 km und 7353 Höhenmeter.

28.5.26
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